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Abanee wurde auf dem Land gefunden, verletzt und humpelnd. Sie kam zunächst in die Tierklinik, dann ins Tierheim. Nach dem Röntgenbild war klar: das Bein war gebrochen. Zudem bestand eine Luxation. Abanee wurde notversorgt und nun muss sie mit dem Verband und der Verordnung ‚Ruhe‘ einige Zeit leben. Ihr neues Zuhause fand sie in Deutschland. Ihre neuen Halter wickelt sie mit Leichtigkeit um die Pfote und es fällt nicht leicht, diesem Blick standzuhalten... Abanees Einschätzung liest sich so:
Etwas über mich
Hallo, mein Name ist Abanee, ich bin am 30. März 2009 in mein neues Zuhause geflogen. Ich hatte Glück, sehr nette Flugpaten haben mich mitgenommen und ich wurde schon sehnlichst erwartet. Bei meiner Ankunft gab es ein paar Tränen vor Freude. Meine zweibeinigen Mitbewohner wollten eigentlich keinen Hund mehr nachdem sie meinen Vorgänger im Alter von nur 2,5 Jahren gehen lassen mussten.
Aber wie es so ist haben sie „zufällig“ gestöbert und ein Bild von mir gesehen.
Da stand sofort fest, dass genau ich zu ihnen gehöre und dorthin musste!
Nach vielen Gesprächen mit PIN, Überlegungen, Ängsten, Freud und Leid und langer Wartezeit konnte ich endlich umziehen.
Den Flug und alles Neue habe ich gut gemeistert.
Ich bin schon nach relativ kurzer Zeit gut in meinem neuen Leben angekommen.
Ein paar kleine Missverständnisse gab und gibt es natürlich auch, aber ich habe Vertrauen gefasst, bekomme viel Zuwendung und Liebe und gebe dies auch zurück. Und dank der Damen bei PIN konnte einiges geklärt werden.
Sie sagen ich sei ein wundervoller und wunderschöner Hund und Partner.
Ich lebe jetzt auf dem Land, habe einen großen Garten und einen eingezäunten Auslauf und zwei Katzen. Der Zaun ist notwendig denn ich bin und bleibe eine Galga, dass haben meine Menschen schnell gelernt!
Ein meisterhafter Dieb bin ich auch und ich öffne Türen und Reißverschlüsse an Taschen, also verstecken kann man vor mir nur schwer etwas. Aber sie haben gelernt damit umzugehen.
Ich mache dann mit meinem ganzen Charme vieles wieder gut. Es gibt aber auch Grenzen und Tabus für mich hier, damit muss ich lernen fertig zu werden aber ich teste immer wieder und verhandele neu!
Ich bin glücklich und meine Menschen auch. Habe inzwischen auch neue Hundefreunde gefunden mit denen ich toben und raufen kann, denn ich bin und bleibe ein bewegungsfreudiger Hund und muss ab und zu richtig durchstarten.
Ich wünsche noch vielen meiner Artgenossen ein neues und vor allem dauerhaftes Zuhause mit Verständnis und Liebe, das haben wir verdient und geben es auch tausendfach zurück!
Liebe Grüße und ein ganz großes herzliches Dankeschön an die Menschen im spanischen Tierheim und PIN in Deutschland, die für uns kämpfen!
Danke an die neuen Halter für ihre Geschichte. Und: kann mann denn so einen Hund überhaupt allein halten, ohne einen adäquaten Spielpartner ? Nein, deshalb: Abanee Teil 2:
Tabitha ist zu Hause
Vor 2 Monaten war es soweit, wir konnten Tabitha am Flughafen abholen. Eine riesige Box kam angerollt, darin eine große aufgeregte Hundedame! Schnell ins Auto und nach Hause…
Abanee wartete schon und hat sich riesig gefreut über die Neue!
Eine große und sehr hübsche Hundedame kam aus der Box. Sie ist eine sehr aufgeschlossene, menschenbezogene Hündin. Man merkt, dass die Mitarbeiter im Tierheim in Spanien sich viel Mühe geben.
In den ersten Tagen entwickelte sich alles wunderbar, es wurde geschnüffelt und geschnüffelt, ausprobiert wo man am Besten liegt (natürlich eignen sich nur Sofas und Sessel) und gierig gefressen.
Sie konnte nicht genug von allem Neuen bekommen und damit ist nicht nur das Fressen gemeint…
Ihr neuer großer „Zwinger“ und die neuen Mitbewohner schienen ihr zu gefallen und das gilt es zu sichern. So kam nach ein paar Tagen was kommen musste: Es gab Streit mit der bisherigen „Alleinunterhalterin“ Abanee.
Zweimal wurde es richtig heftig und das führte zu großer Unsicherheit der menschlichen Begleiter, das hat sich natürlich auf die Hunde übertragen und es wurde chaotisch… Einzig der Kater (ist der eigentliche Chef im Haus) behielt die Situation im Griff und hat mehrmals souverän und nachhaltig für Klarheit gesorgt und den Hunden gezeigt, dass er in seinem Haus keine Streitereien duldet.
Nach zahlreichen Telefonaten und – wie immer – kompetenten Ratschlägen und der Hilfe vom PiN-Team konnte die nötige Klarheit geschaffen werden und nachdem die Menschen sich entspannten, kamen wie selbstverständlich auch die Hunde zur Ruhe. Sie konnten nun endlich mit dem Eigentlichen beginnen: Kennen- und vertrauen lernen!
Abanee und Tabitha begannen (spielerisch) zu raufen, rennen, spielen und kuscheln. Es ist einfach wunderbar und genauso haben wir es uns vorgestellt und gewünscht. Diese beiden Hunde sind etwas ganz Besonderes und überzeugen nicht nur durch ihre Schönheit. Charakterlich völlig verschieden und doch viele Gemeinsamkeiten.
Tabitha ist eine sehr liebevolle, verschmuste Hundedame und beweist im Umgang mit Abanee täglich große Geduld und Sanftheit.
Abanee ist zur Zeit ein richtiger Teenager und macht es ihr nicht einfach, sie aber ruht wie ein Fels in der Brandung.
Andererseits bringt sie uns mit ihrer körperlichen Ungeschicktheit oft zum Lachen, kann ihre Größe nur schlecht einschätzen und ist ab und an sehr „dappisch “.
Draußen im Auslauf und beim Spazierengehen zeigt sie ihr Temperament und vor allem ihre ausgeprägten Jagdinstinkte, im Haus ist sie ein typischer Windhund.
Wir sind glücklich, diese beiden Zuhause zu sehen und erstaunt, dass Tabitha nach der kurzen Zeit schon gut angekommen ist. Natürlich braucht sie noch viel Zeit, man kann fast täglich spüren, wie sie etwas mehr aus sich herausgeht und sicherer wird. Aber wir denken, es gefällt ihr in ihrer neuen Gruppe und wir werden alles dafür tun, das es so bleibt. Unsere Hunde sind der Beweis, dass sich die Mühen von PiN für jeden einzelnen Hund lohnen! Es ist immer wieder verblüffend und wunderbar, wie sehr sich diese Tiere, die so viel erlebt haben, uns anvertrauen.
Es macht ein Stück glücklich, dabei zu sein und wenigstens zwei Tieren ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen.
Jeder Einzelne hat es verdient, geliebt zu werden und Vertrauen zu erfahren.
Traurig macht, dass so viele noch warten und jeden Tag neue hinzukommen!
Nochmals ein großes Dankeschön ins Allgäu für die Engelsgeduld auch mit uns Hundehaltern.
Alle guten Dinge sind drei oder die Fortsetzung … Zwei Welpen im Müllcontainer. Nachricht auf der PIN-Seite gelesen, geschaut und was ist passiert? Fest verankert im Hinterkopf.
Aber hier leben Abanee und Tabitha. Wenn man vorher immer nur einen Hund dabei hatte, sind zwei eigentlich schon viel, aber… Lahias Bruder wurde in Spanien adoptiert, jetzt war sie ganz allein als Welpe im Tierheim. Sicher, dort hat man alles für sie getan (das merkt man auch heute noch), aber ein Welpe im Winter im Tierheim unter lauter großen Hunden? Nein, also wurde eine Pflegestelle für sie gesucht. Und uns schwirrte sie weiterhin im Hinterkopf.
Wir können ihr doch wenigstens zeitweise ein gutes Zuhause sein und ihr so ein wenig weiterhelfen, so dachten wir uns. Bis, ja bis sie ein richtiges Zuhause findet. Also haben wir sie nach langem Überlegen und vielen Telefonaten mit PiN Mitte Januar am Flughafen abgeholt.
Da ist sie nun, die wilde kleine Hummel. Ein wunderschönes Hundekind. Den Kopf voller Ideen, der Körper immer in Bewegung, nichts ist vor ihr sicher. Besonders erfindungsreich wird sie, wenn es um die Nahrungsbeschaffung geht. Es ist nicht so, dass man bei uns sein Futter selber fangen muss, aber kein Tisch ist hoch genug und jede kleine Chance wird sofort genutzt. Andererseits lernt sie sehr schnell und hat sich nach kurzer Zeit schon sehr gut eingewöhnt, ist neugierig und aufgeschlossen. Sie war einfach gleich angekommen. Ganz schön anstrengend kann es sein, so ein Hundekind ! Aber zum Glück sind ja noch die beiden Großen da. Tabitha hat sofort eine Art Mutterrolle übernommen und ist für die Erziehung zuständig, aber auch liebevolles Spiel (mit Grenzen) und Kuscheln gehören dazu.
Abanee (nach wie vor der ewige Teenager) ist für die sonstige Unterhaltung genau die richtige Partnerin: Spielen, spielen (ohne Grenzen). Beide sind sich aber ihrer Position noch nicht bewusst, hier besteht noch Klärungsbedarf, wer die Sous-Chefin ist.
Lange Zeit war uns nicht wirklich klar, was die Hunde schon längst wussten: Lahia muss bleiben. Sie hat uns alle nachhaltig und eindeutig davon überzeugt. So war es nicht geplant und drei Hunde sind viel, und mal ehrlich, manchmal – aber nur manchmal – auch zu viel (wie würde Frau Sauerland sagen: „Halterfehler“) aber die meiste Zeit ist es einfach nur schön.
Einiges gilt es noch zu verbessern und zu optimieren, aber man lernt ja nie aus. Wir haben hier eine tolle Mädelgruppe und wir möchten keine der drei missen. Jede ist auf ihre ganz eigene Art ein ganz fester Bestandteil unseres Lebens: Tabitha unser kuscheliger Ruhepol (natürlich nur drinnen), Abanee die liebenswerte Schauspielerin und jetzt noch Lahia das überschäumende Energiebündel!
Übrigens, Lahia kann grinsen und möchte einfach die ganze Welt begrüßen, beim Spazierengehen findet sie alle anderen Menschen einfach klasse und möchte nicht einfach grußlos vorbeigehen.
Danke PIN, danke allen Helferinnen und Helfern im spanischen Tierheim. Euer Einsatz ist unglaublich und bewundernswert. Weiter so, genau so, es lohnt sich.
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