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0807Die Podenca ANEEJA hat einen langen Weg hinter sich, bis sie endlich ankam und wir sagen konnten: Zuhause !

Alles begann in Spanien bei einem Jäger, bei dem sie aufwuchs und leider mehr als miserabel gehalten wurde. Wenig Futter, tagelang ohne Wasser und stets eingesperrt. Dann erfolgte eine Anzeige, etliche Hunde wurden beschlagnahmt, darunter auch die junge Podenca mit ihren Geschwistern. Der Jäger allerdings schaffte sich neue Hunde an, ein Stück weiter weg und die Behörden sind bisher nicht tätig geworden - trauriger spanischer Alltag.

2008Aneeja, wie sie jetzt heisst, zeigte sich im Tierheim zwar sehr sozial, war jung und gesund, aber - keine Anfrage. Auch nicht nach einem Jahr, nicht nach 2 Jahren, nicht nach 3 Jahren ! So sass sie im Zwinger, ihre Ängste blieben, sie war misstrauisch und hatte kaum Bezug Gelegenheit eine andere Vertrauensbasis zu Menschen aufzubauen.

Wir organisierten einen Umzug und im neuen Tierheim lernte die Hündin dann endlich soziale Kontakte und ein klein wenig Vertrauen. Nach langen 5 Jahren Wartezeit bot sich ein PiN Mitglied und erfahrene Hundetrainerin an sie in Pflege zu nehmen und ihr den Weg in die neue Zukunft zu ebnen. Aneeja reiste nach Deutschland und nun veränderte sich Tag für Tag etwas. Spaziergänge, Training, mit anderen Hunden, mit Menschen zu sein, Autofahren und vieles mehr.

Juli 2009Und die Bindung wuchs nicht nur seitens Aneeja zu ihrer Pflegehalterin sondern auch andersrum und schliesslich war an Trennung nicht mehr zu denken. Gerade nach einem solchen Weg ist es extrem schwer, den Hund in eine andere Familie umziehen zu lassen und es kam zur freudigen Nachricht: Aneeja soll bleiben. Wir haben gemeinsam mit der neuen Halterin abgewogen und uns viele Gedanken gemacht und kamen zu dem Schluss, besser geht nicht.

Aneeja schilderte ihre Perspektive und es gab spätestens jetzt keinen AneejaZweifel mehr.

Die Hündin orientiert sich sehr an ihren beiden Mithunden, sie findet die notwendige Sicherheit bei Mensch und Tier und sie wird mutiger. War sie zu Anfang extrem schreckhaft und ängstlich, zeigt sie jetzt auch Tendenzen zu wachen und traut sich zu bellen. Sicherheit bedeutet für sie nicht mehr verstecken, sondern ‘ganz nah zu meinem Menschen’.

Ein langer Weg, aber was für ein Ziel !

Die Wochen zu Beginn  bewegte sich Aneeja eher im Schneckentempo nach vorn, alles ängstigte und versetzte in Unruhe, jede Bewegung, jedes Geräusch, ein Telefonklingeln, Haushaltsgeräte, draussen jeder Fussgänger, jedes Rad, ein Auto löste Panik aus.

Heute steht sie von sich aus von ihrem bequemen Platz auf und schaut nach, woher ein Geräusch kam, geht gut an der leine, arbeitet mit an der Schleppleine und fährt gern Auto.Januar 2010

Es gibt jetzt auch Bilder ohne rettende Tisch- und Stuhlbeine.

Wir können uns nur immer wieder bedanken bei unseren spanischen Kooperationspartnern, die mit Geduld und Zuwendung den Weg geebnet haben und bei der neuen Halterin, die mutig genug war, Aneeja aufzunehmen. Zum Mut kam natürlich Erfahrung, Geduld und viel Zeit, sonst wäre der Erfolg so nicht zu erwarten gewesen.

Leider gibt es immer wieder, immer noch Hunde, die durch ihre Angst, bedingt durch die Vorerfahrung kaum eine Chance bekommen, obwohl sich hinter jedem, wie bei Aneeja eine Persönlichkeit versteckt, die sich erst durch die Chance auf ein Zuhause entfalten kann.  

abaneeAbanee wurde auf dem Land gefunden, verletzt und humpelnd. Sie kam zunächst in die Tierklinik, dann ins Tierheim. Nach dem Röntgenbild war klar: das Bein war gebrochen. Zudem bestand eine Luxation. Abanee wurde notversorgt und nun muss sie mit dem Verband und der Verordnung ‚Ruhe‘ einige Zeit leben.  Ihr neues Zuhause fand sie in Deutschland. Ihre neuen Halter wickelt sie mit Leichtigkeit um die Pfote und es fällt nicht leicht, diesem Blick standzuhalten... Abanees Einschätzung liest sich so:

das entscheidene BildEtwas über mich

Hallo, mein Name ist Abanee, ich bin am 30. März 2009 in mein neues Zuhause geflogen. Ich hatte Glück, sehr nette Flugpaten haben mich mitgenommen und ich wurde schon sehnlichst erwartet. Bei meiner Ankunft gab es ein paar Tränen vor Freude. Meine zweibeinigen Mitbewohner wollten eigentlich keinen Hund mehr nachdem sie meinen Vorgänger im Alter von nur 2,5 Jahren gehen lassen mussten.

Aber wie es so ist haben sie „zufällig“ gestöbert und ein Bild von mir gesehen.

Da stand sofort fest, dass genau ich zu ihnen gehöre und  dorthin musste!

ZuhauseNach vielen Gesprächen mit PIN, Überlegungen, Ängsten, Freud und Leid und langer Wartezeit konnte ich endlich umziehen.

Den Flug und alles Neue habe ich gut gemeistert.

Ich bin schon nach relativ kurzer Zeit gut in meinem neuen Leben angekommen.

Ein paar kleine Missverständnisse gab und gibt es natürlich auch, aber ich habe Vertrauen gefasst, bekomme viel Zuwendung und Liebe und gebe dies auch zurück. Und dank der Damen bei PIN konnte einiges geklärt werden.

abaneeSie sagen ich sei ein wundervoller  und wunderschöner Hund und Partner.

Ich lebe jetzt auf dem Land, habe einen großen Garten und einen eingezäunten Auslauf und zwei Katzen.  Der Zaun ist notwendig denn ich bin und bleibe eine Galga, dass haben meine Menschen schnell gelernt!

Ein meisterhafter Dieb bin ich auch und ich öffne Türen und Reißverschlüsse an Taschen, also verstecken kann man vor mir nur schwer etwas. Aber sie haben gelernt damit umzugehen.

Ich mache dann mit meinem ganzen Charme vieles wieder gut. Es gibt aber auch Grenzen und Tabus für mich hier, damit muss ich lernen fertig zu werden aber ich teste immer wieder und verhandele neu!

abanee_0210_021Ich bin glücklich und meine Menschen auch. Habe inzwischen auch neue Hundefreunde gefunden mit denen ich toben und raufen kann, denn ich bin und bleibe ein bewegungsfreudiger Hund und muss ab und zu richtig durchstarten.

Ich wünsche noch vielen meiner Artgenossen ein neues  und vor allem dauerhaftes Zuhause mit Verständnis und Liebe, das haben wir verdient und geben es auch tausendfach zurück!

Liebe Grüße und ein ganz großes herzliches Dankeschön an die Menschen im spanischen Tierheim und PIN in Deutschland, die für uns kämpfen!

Danke an die neuen Halter für ihre Geschichte. Und: kann mann denn so einen Hund überhaupt allein halten, ohne einen adäquaten Spielpartner ? Nein, deshalb: Abanee Teil 2:

im TierheimTabitha ist zu Hause

Vor 2 Monaten war es soweit, wir konnten Tabitha am Flughafen abholen. Eine riesige Box kam angerollt, darin eine große aufgeregte Hundedame! Schnell ins Auto und nach Hause…

Abanee wartete schon und hat sich riesig gefreut über die Neue!

Eine große und sehr hübsche Hundedame kam aus der Box. Sie ist eine sehr aufgeschlossene, menschenbezogene Hündin. Man merkt, dass die Mitarbeiter  im Tierheim in Spanien sich viel Mühe geben. 

tabitha und abaneeIn den ersten Tagen entwickelte sich alles wunderbar, es wurde geschnüffelt und geschnüffelt, ausprobiert wo man am Besten liegt (natürlich eignen sich nur Sofas und Sessel) und gierig gefressen.

Sie konnte nicht genug von allem Neuen bekommen und damit ist nicht nur das Fressen gemeint…

Ihr neuer großer „Zwinger“ und die neuen Mitbewohner schienen ihr zu gefallen und das gilt es zu sichern. So kam nach ein paar Tagen was kommen musste: Es gab Streit mit der bisherigen „Alleinunterhalterin“ Abanee.

Zweimal wurde es richtig heftig und das führte zu großer Unsicherheit der menschlichen Begleiter, das hat sich natürlich auf die Hunde übertragen und es wurde chaotisch… Einzig der Kater (ist der eigentliche Chef im Haus) behielt die Situation im Griff und  hat  mehrmals souverän und nachhaltig für Klarheit gesorgt und den Hunden gezeigt, dass er in seinem Haus keine tabitha und abanee (Chefkater hinten)Streitereien duldet.

Nach zahlreichen Telefonaten und – wie immer – kompetenten Ratschlägen und der Hilfe vom PiN-Team konnte die nötige Klarheit geschaffen werden und nachdem die Menschen sich entspannten, kamen wie selbstverständlich auch die Hunde zur Ruhe. Sie konnten nun endlich mit dem Eigentlichen beginnen: Kennen- und vertrauen lernen!

Abanee und Tabitha begannen (spielerisch) zu raufen, rennen, spielen und kuscheln. Es ist einfach wunderbar und genauso haben wir es uns vorgestellt und gewünscht. Diese beiden Hunde sind etwas ganz tabitha und abaneeBesonderes und überzeugen nicht nur durch ihre Schönheit. Charakterlich völlig verschieden und doch viele Gemeinsamkeiten.

Tabitha ist eine sehr liebevolle, verschmuste Hundedame und  beweist im Umgang mit Abanee täglich große Geduld und Sanftheit.

Abanee ist zur Zeit ein richtiger Teenager und macht es ihr nicht einfach, sie aber ruht wie ein Fels in der Brandung.

Andererseits bringt sie uns mit ihrer körperlichen Ungeschicktheit oft zum Lachen, kann ihre Größe nur schlecht einschätzen und ist ab und an sehr „dappischtabitha“.

Draußen im Auslauf und beim Spazierengehen zeigt sie ihr Temperament und vor allem ihre ausgeprägten Jagdinstinkte, im Haus ist sie ein typischer Windhund.

Wir sind glücklich, diese beiden Zuhause zu sehen und erstaunt, dass Tabitha nach der kurzen Zeit schon  gut angekommen ist. Natürlich braucht sie noch viel Zeit, man kann fast täglich spüren, wie sie etwas mehr aus sich herausgeht und sicherer wird. Aber wir denken, es gefällt ihr in ihrer neuen Gruppe und wir werden alles dafür tun, das es so bleibt. Unsere Hunde sind der Beweis, dass sich die Mühen von PiN für jeden einzelnen Hund lohnen! Es ist immer wieder verblüffend und wunderbar, wie sehr sich diese Tiere, die so viel erlebt haben, uns anvertrauen.

TabithaEs macht ein Stück glücklich, dabei zu sein und wenigstens zwei Tieren ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen.

Jeder Einzelne hat es verdient, geliebt zu werden und Vertrauen zu erfahren.

Traurig macht, dass so viele noch warten und jeden Tag neue hinzukommen!

Nochmals ein großes Dankeschön  ins Allgäu für die Engelsgeduld auch mit uns Hundehaltern.

LahiaAlle guten Dinge sind drei oder die Fortsetzung
Zwei Welpen im Müllcontainer. Nachricht auf der PIN-Seite gelesen, geschaut und was ist passiert? Fest verankert im Hinterkopf.

Aber hier leben Abanee und Tabitha. Wenn man vorher immer nur einen Hund dabei hatte, sind zwei eigentlich schon viel, aber…
Lahias Bruder wurde in Spanien adoptiert, jetzt war sie ganz allein als Welpe im Tierheim. Sicher, dort hat man alles für sie getan (das merkt man auch heute noch), aber ein Welpe im Winter im Tierheim unter lauter großen Hunden? Nein, also wurde eine Pflegestelle für Lahia_1010_16sie gesucht. Und uns schwirrte sie weiterhin im Hinterkopf.

Wir können ihr doch wenigstens zeitweise ein gutes Zuhause sein und ihr so ein wenig weiterhelfen, so dachten wir uns. Bis, ja bis sie ein richtiges Zuhause findet.
Also haben wir sie nach langem Überlegen und vielen Telefonaten mit PiN Mitte Januar am Flughafen abgeholt.

Da ist sie nun, die wilde kleine Hummel. Ein wunderschönes Hundekind. Den Kopf voller Ideen, der Körper immer in Bewegung, nichts ist vor ihr sicher. Besonders erfindungsreich wird sie, wenn es um  die Nahrungsbeschaffung geht.  Es ist nicht so, dass man bei uns sein Futter selber fangen muss, aber kein Tisch ist hoch genug und jede kleine LahiaChance wird sofort genutzt. Andererseits lernt sie sehr schnell und hat sich nach kurzer Zeit schon sehr gut eingewöhnt, ist neugierig und aufgeschlossen. Sie war einfach gleich angekommen.
Ganz schön anstrengend kann es sein, so ein Hundekind ! Aber zum Glück sind ja noch die beiden Großen da. Tabitha hat sofort eine Art Mutterrolle übernommen und ist für die Erziehung zuständig, aber auch liebevolles Spiel (mit Grenzen)  und Kuscheln gehören dazu.

LahiaAbanee (nach wie vor der ewige Teenager) ist für die sonstige Unterhaltung genau die richtige Partnerin: Spielen, spielen (ohne Grenzen).  Beide sind sich aber ihrer Position noch nicht bewusst, hier besteht noch Klärungsbedarf, wer die Sous-Chefin ist.

Lange Zeit war uns nicht wirklich klar, was die Hunde schon längst wussten:  Lahia muss bleiben. Sie hat uns alle nachhaltig und eindeutig davon überzeugt. So war es nicht geplant und drei Hunde sind viel, und mal ehrlich,  manchmal – aber nur manchmal – auch zu viel  (wie würde Frau Sauerland sagen: „Halterfehler“) aber die meiste Zeit ist es einfach nur schön.
manchmal kann man nur staunen...Einiges gilt es noch zu verbessern und zu optimieren, aber man lernt ja nie aus.  Wir haben hier eine tolle Mädelgruppe und wir möchten keine der drei missen. Jede ist auf ihre ganz eigene Art ein ganz fester Bestandteil unseres Lebens: Tabitha unser kuscheliger Ruhepol (natürlich nur drinnen), Abanee die liebenswerte Schauspielerin und jetzt noch Lahia das überschäumende Energiebündel!

Übrigens, Lahia kann grinsen und möchte einfach die ganze Welt begrüßen, beim Spazierengehen findet sie alle anderen Menschen einfach klasse und möchte nicht einfach grußlos vorbeigehen.

Danke  PIN, danke allen Helferinnen und Helfern im spanischen Tierheim. Euer Einsatz ist unglaublich und bewundernswert.  LahiaWeiter so, genau so, es lohnt sich.

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