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Animal Hoarding

Haltung wurde nach langem Bemühen der Tierschützer im Januar aufgelöst !

10.01.2008:  Die Tierfreunde vor Ort haben nicht aufgegeben, immer wieder versucht, einzelne Hunde aus der Haltung zu befreien, aber natürlich zielte das Bemühen dahin, die gesamte Haltung aufzulösen und alle Tiere aus ihrer misslichen Lage zu holen.

Am 10.01.2008 gelang es endlich in einer Grossaktion die Hunde mitzunehmen und sie im Tierheim zu versorgen.

Zwei von ihnen sind Tawil und Tibniy:

Die Aktion konnte erfolgreich beendet werden. Podenco in Not hat aus Mitteln des Med Fonds dazu beigetragen, dass die Tiere therapeutisch versorgt und (altersentsprechend) kastriert werden konnten. Für die Hilfe und Spende bedanken wir uns bei:

Ulli L. * Angelika P.* Margit J. * Angelika P. * Ulrike M. * Sabine F. * Nicole M. * Margit J. *

Wenn aus Tierliebe Sammelleidenschaft wird

Animal Hoarding.

Meist beginnt es mit einem Hund, den jemand aus Tierliebe aufnimmt - ein Hund, der noch dazu kommt – zu einer bereits vorhandenen Hundegruppe, mit der der Halter eigentlich schon gut ausgelastet ist. Aber, ‚nur dieser Eine noch, es geht ihm nicht gut’ oder ‚wer würde ihn sonst nehmen wenn nicht ich’ sind die Argumente.

Nichts gegen Tierliebe, aber was nützt den Tieren die Liebe, wenn es an allem anderen scheitert. Sauberkeit, Futter, Bewegung, es mangelt an vielem, wenn es erst einmal zu Animal Hoarding gekommen ist.

Das Thema wurde lange Zeit von den medien nicht aufgegriffen, oftmals ahnt man gar nicht, das die tierliebe Nachbarin einfach jemand ist, der die Situation zu Hause nicht mehr überschaut.

Die Bilder, die sich Tierschützern dann bieten sind erschreckend.

In einem Fall von Animal Hoarding konnten jetzt unsere spanischen Tierfreunde ein wenig eingreifen. Leider zu wenig, aber die Behörden machen gerade in Südeuropa die Augen zu, es gibt keine Anzeigen (wie in vergleichbaren Fällen in Deutschland), die Tiere leiden weiter.

Der zuständige Richter hätte nach diesen Bildern eine Verfügung ausstellen müssen, diese wäre dann die rechtliche Handhabe für den Tierschutzverein gewesen, die Haltung aufzulösen, die Tiere in ihre Obhut zu nehmen. Aber - der Richter sah keine Veranlassung für eine Auflösung der Tierhaltung ! Rechtlich stellt die Situation jetzt so dar, dass weder die Tierschützer noch die Guardia Civil / Polizei oder der Vermieter das Grundstück betreten dürfen.

Wir sind darauf angewiesen, dass die Halterin einige der Hunde freiwillig herausgibt.

Die Halterin gab zu, dass sie die Hunde nicht mehr versorgen kann und wollte Hilfe annehmen. Einige Tage später die telefonische Absage: nein, keine Hilfe, alles sei in Ordnung. Dann erneut die Bitte, man Leben im Schrankmöge helfen. Die Tierschützer fahren sofort los, die Halterin gibt einige Hunde heraus, die Ärmsten, wie sie meint. Wurmbäuche, Angst,  starke Verschmutzungen, ungepflegt und abgemagert sitzen sie da und lassen sich bereitwillig mitnehmen.

Die Bilder, die sich bieten sind erschreckend, kranke Tiere überall im Haus, zwischen Exkrementen und Müll, aber mehr gibt die Halterin nicht heraus, ‚den anderen gehe es gut’.

Aufgequollene Wurmbäuche und Tiere, die zu schwach sind, um zu stehen. Tagelang gab es bereits kein Futter mehr, aber sie liebt ihre Tiere und sieht den Verfall und das Elend nicht. Wenige der Hunde durften das Grundstück verlassen, sie werden nun tierärztlich versorgt.

Podenco in Not hat die Kastration der jetzt geretteten Tiere zugesagt und wenn Sie etwas dazu beitragen möchten, freuen wir uns.

Der Schwerpunkt unseres Engagements soll weiterhin bei Podencos und Galgos bleiben, aber hier wollen wir nicht wegsehen, sondern aktiv helfen.

 

Mischlingshündin, geb. ca. Dezember 2006

Mischlingsrüde, geb. ca. Dezember 2006

zu schwach um zu stehensiehe Zuhause gefunden

weitere Links zum Thema:  Animal Hoarding Bericht aus dem Jahr 2003      aus 2006

Einige Tage, nachdem die ersten Hunde im Tierheim aufgenommen waren, kam die ehemalige Halterin und wollte ihre Hunde zurück ! Es brauchte viel Geschick und Diplomatie seitens der Tierfreunde, die Dame davon zu überzeugen, dass es den Hunden doch jetzt gut gehe und sie sich bestens erholt haben. Das sah sie dann, wenn auch zögerlich, auch so und willigte ein, noch einmal einen Hund abzugeben.  Die Tierschützer kehrten mit drei Hunden zurück.

Die Dame selbst ist übrigens sehr gepflegt und erklärte, sie halte die Hunde in einem Haus, in dem sie nicht selbst wohne, aber einmal in der Woche zum Füttern käme. Sie ist der Meinung, das reicht völlig aus.

hoarding_08

zwei kleine, schwarze Mischlingsrüden, traumatisiert, verängstigt. Bauch = Wurmbauch.

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