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Coli im TierheimDie Mischlingshündin Coli wurde gemeinsam mit ihrer Mutter im Tierheim aufgenommen. Die beiden haben mehr oder weniger auf der Strasse gelebt, Coli wurde auch dort geboren. Die Mutterhündin hatte jedes Jahr einen Wurf, aber der Bauer bei dem sie lebte, nahm ihr die Welpen weg und tötete sie.

Sie verbrachte ihr Leben zunächst auf einem Hinterhof und wurde hin und wieder mit Abfällen vom benachbarten Restaurant gefüttert.  Als die Tierschützer auf diese Situation aufmerksam wurden, hatte die Mutterhündin wieder gerade Welpen, von denen man ihr nur einen liess: Coli.

gerade angekommen - müde !Die beiden wurden unter heftigem Widerstand aus dem Hinterhof geholt, wobei sich nicht die Hunde, sondern Nachbarn wehrten, die das doch ganz nett fanden, jedes Jahr Welpen… Die zwei Hunde kamen dennoch ins Tierheim, erholten sich und zeigten sich recht bald sehr anhänglich und freundlich. Die Mutterhündin fand ein Zuhause und Coli blieb zurück, ein wenig verwirrt und nicht sehr glücklich in der grossen Hundegruppe. Eine stille Hündin, zurückhaltend und zurückgezogen.

Dann kam aber die entscheidende Anfrage für Coli und recht bald durfte sie umziehen, es fand sich schnell ein Flugpate und Coli war Daheim. Wir sind alle davon ausgegangen, dass sie nun erst einmal sehr vorsichtig reagieren würde, vielleicht ängstlich oder scheu, aber Coli findet ihr neues Leben ziemlich prima und hat auch gleich ihren Hundegefährten ins Herz Zuhausegeschlossen.

Der Garten wird neugierig erkundet und irgendwie ist das ganz Leben plötzlich ein einziges Wunder.

Ein Wunder auch für die neuen Halter, begrüsst Coli sie bereits nach wenigen Tagen schwanzwedelnd, spielt und tobt und kuschelt mit ihrem Hundefreund und traut sich sogar (was sie in Spanien nie gemacht hat) mal eine klare Ansage zu machen, wenn er zu wild wird.

Autofahren, Treppe gehen - kein Problem. Und alles, was noch ein wenig unsicher scheint, wircolid sie sicher lernen.

So viel Neues, so viele Eindrücke, so viel Ungewohntes - das braucht einfach Zeit und die geben ihr ihre neuen Halter, die sie sehr einfühlsam an alles gewöhnen, was nun zu ihrem Hundealltag gehören wird.

 

Manchmal kommt man an seine Grenze.
Manchmal möchte man einfach kapitulieren.
Jeden Tag neue ausgesetzte, verletzte Tiere in einem Zustand, dass man sich fragen muss wie Menschen das zulassen können.Lila im Tierheim
Manchmal ist es schwer unsere spanischen Tierfreunde immer wieder neu zu motivieren.
Und manchmal ist das was wir erleben ein bisschen wie ein Märchen.

Es war einmal eine alte Hündin, die teilweise angebunden, teilweise eingesperrt auf einem Hinterhof lebte.
Sie bekam hin und wieder Abfälle, wurde bei jeder Läufigkeit gedeckt und brachte regelmässig Welpen zur Welt.
Genauso regelmässig wurden sie aber von Menschen getötet, nachdem man sich satt gesehen hat an den niedlichen Tieren.
Eines Tages wurde der Tierschutz informiert von Menschen, die das nicht mehr mit ansehen konnten.
Der Tierschutz allerdings war dort nicht erwünscht und es kam zu Auseinandersetzungen.
Die spanischen Tierfreunde wollten die Hündin und den einzig verbliebenen Welpen mitnehmen, aber es fand sich ein älteres Ehepaar die heftig widersprachen, die Hündin und vor allem der Nachwuchs sei immer so niedlich.
Mit Unterstützung der Guardia civil gelang es schliesslich Lilla und Coli aus der Situation zu befreien.

Nach 10 Jahren im Hinterhof mussten sie vieles lernen, vor allem aber Vertrauen.
Nach einigen Monaten wurde Lilla adoptiert, fand ihr Zuhause bei einer älteren Dame, die sie gut versorgte.
Auch Coli fand ihr Glück – bei Vereinsmitgliedern, die sie liebevoll aufnahmen.

Aber für Lilla sollte es kein Happy End werden – noch nicht.
Die Halterin verstarb, die Angehörigen brachten den Hund zurück ins Tierheim.
 
Lilla war total verwirrt, verstand die Welt nicht mehr.
Aber nach nur 34 Tagen im Tierheim durfte sie umziehen und nun hat sie, was sie sich gewünscht hat: ein Zuhause.

Sie wurde persönlich zum neuen Zuhause befragt (i) und das hatte einen besonderen Grund: in Aussicht stand ein Umzug zur Familie Coli.
Mutter und Tochter wieder vereint – eine gute Idee oder ein gefährdeter Familienfrieden ?
Eine gute Idee fanden alle vierbeinigen Beteiligten und die Bilder an Tag 1 lassen keinen Zweifel daran.
 
Lilla  Zuhause

Die Krisen und schwierigen Situationen können wir den in Spanien Engagierten nicht nehmen und mit der Ignoranz mancher Menschen müssen wir leben,
aber was Glück bedeutet, vergessen wir nicht.
Glück ist zum Beispiel Lilla Zuhause.
Lilla nach 8 Stunden im neuen Zuhause
Wir danken Familie Coli für ihren Mut, mehr noch für ihr Vertrauen.
Die Welt retten können wir nicht, aber Lilla haben Sie ihre kleine Welt gerettet.

Bereits nach zwei Tagen findet Lilla, sie könnte jetzt mal zeigen was in ihr steckt....

Juni 2011

Und nach einigen Monaten müssen wir den Text doch ein wenig aktualisieren. Sagten wir Coli ist eine stille, zurückhaltende Hündin ?

ColiColi heute: sie quetscht sich durch jede Tür, mag der Spalt auch noch so klein sein; sie geht in alle Räume, unabhängig davon, wie viele Menschen da schon sind...
sie kontrolliert immer erst den Tisch, auch untendrunter, man weiss ja nie, wie viele Krümel da warten.....
sie gibt Küsschen auf die Nase und die anfänglich Scheu (komm mir nicht zu nah) ist irgendwann auf der Stecke geblieben...
sie kuschelt und stupst fordernd nach mehr Streicheleinheiten... auch bei manchen Fremden...
sie steigt mit den Vorderpfoten auf den Schoß...
Sie spielt ausgelassen und fordert Coliihre Gefährten zum Mitspielen auf ... und und und.
Die Halter sagen: ein Traum!

Ja, dem können wir uns nur anschliessen.
Wenn Menschen die Qualitäten eines Hundes mit ihm gemeinsam entdecken und ihm Zeit für die Entwicklung geben und Geduld haben nichts zu fordern, dann ist das wahrlich ein Traum für jeden Hund und für PiN.

 

 

 

 

 

 

 

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