(Erfahrungs-)Bericht einer Podencohalterin......
Sie haben sich für einen Podenco entschieden, freuen sich auf das Tier und müssen sich immer wieder die gleiche Leier vom Team von Podenco in Not oder einer anderen Organisation anhören. „ Den Hund immer doppelt anleinen“, „ in den ersten Monaten nie ohne Leine rausgehen“etc.
Sie sind schon ganz genervt! Schließlich kann man es auch übrtreiben, oder nicht? Sooo schlimm wird es wohl nicht sein...
Doch! Es ist so schlimm! Ein Podenco in Panik kennt nur noch den einen Gedanken „ Weg, weit weg und das möglichst schnell!“
Er hört und sieht Sie nicht mehr, ja ,kennt Sie nicht einmal mehr..., ich spreche aus eigener Erfahrung. Und wie ich aufgepasst habe, dass meine Nin immer gut angeleint ist, bevor ich die Tür aufmache, dass die Riemchen so fest sind, dass sie nicht durchschlüpfen kann, ach, wie habe ich aufgepasst und mich bei manch einem Passanten fast lächerlich gemacht damit.
Und es ist mir doch passiert! Orkan „ Jeanett“ hat mir dazwischen gefunkt, die große Eingangstüre mit einem heftigen Windstoß aufgedrückt während ich mich gerade umgedreht hatte, um die Leine vom Haken zu nehmen. Schwupps- und Nin war auf der anderen Straßenseite. „ Keine Panik „ dachte ich, „ so gut kennt sie dich schon, kein Problem.“
Gerade wollte sie zu mir kommen, einen Meter vor mir stand sie – eine erneute Sturmböe, ein Auto mit quietschenden Reifen – und weg war sie. Lief auf und davon , immer geradeaus ohne rechts und links zu schauen, ohne sich ein einziges Mal umzudrehen.
Die Geschichte ging gut aus, wir hatten unheimliches Glück und den Vorteil, dass Nin unbedingt wieder nach Hause wollte.
Nach drei Tagen quälender Suche, Radioaufrufen, Zeitungsannoncen und vielen Menschen, die geholfen haben, konnten wir das völlig verstörte Podenco- Fräulein einfangen, nicht weit weg von ihrem Zuhause. Glück gehabt, dieses Mal.
Seien Sie also gerne genervt und verdrehen Sie bei der hundertsten Ermahnung ruhig die Augen
- aber vergessen Sie nie: Diese Leute haben recht!
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