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im Karton ausgesetztEin schwerer Start ins Glück ? Aber jetzt !

Mina gehört zu den Welpen, die wenige Tage vor Weihnachten in einem Karton vor der Tierheimtür ausgesetzt wurden.  15 Welpen !

März 2009Das bedeutet erst einmal für das Tierheimteam eine Rundumbetreuung zu organisieren, ein eigener Raum musste geschaffen werden, stundenweise Fläschchen und Pflege – einfach 24 Stunden Betreuung. Ohne diese intensive und liebevolle Pflege wäre es wohl kaum möglich gewesen, dass sie überleben, stabil und gestärkt ins neue Zuhause ziehen konnten.

Nach und nach fanden die Welpen ihr Zuhause. Sharina, Isi, Aavaro und die anderen lebten sich Isigut ein.  Sie zeigten ganz unterschiedliches Verhalten, Isi war sehr vorsichtig und Sharina kam, sah und siegte, zeigte sich angstfrei und ausgesprochen neugierig.

Aavaro fand alles im Haus wunderbar, aber die Spaziergänge brauchten anfangs sanfte sharinaÜberredungskunst, bis er einige Meter vom Haus entfernt war, dann allerdings hielt er sich für den Chef eines Schlittenhundegespanns, zumindest was die Zugkraft und die Freude am draußen sein betraf.

Mina fand ihr Zuhause ebenso, aber nach den ersten vier Wochen, in denen alles wunderbar aavaroverlief (!) zeigte sie plötzlich Ängste, die so weit gingen, dass sie den Spaziergang verweigerte.

März 2009Natürlich waren wir verunsichert, wie konnte eine so massive Veränderung eintreten ?

Aus einem sozialen und aufgeschlossenen Hund, der von Anfang an gerne mit spazieren ging, auch im Stadtpark weder ängstlich noch verunsichert war, sondern spielte, wurde nach der Halterbeschreibung ein Hund, der sich nur noch im Haus aufhalten Mina im Oktober 2009, ein fröhlicher Hundwollte.

Die Halterin war leider so gar nicht an einem Austausch oder gar Rat interessiert, im Gegenteil, sie fühlte sich angegriffen und brach den Kontakt ab.

Mina im November 2009Na prima, was nun ? Sehr vorsichtig bemühten wir uns um einen Informationsaustausch, ein Nachbesuch erfolgte, die Infos der Halterin waren mehr als verwirrend.

Angeblich spielte Mina im Haus, wollte aber nicht mehr raus, lebte nur noch in Haus und Januar 2010 - ein trauriger HundGarten, also untragbar für einen jungen Hund.

Nun ist es schwer diese Situation einzuschätzen, wenn man nicht vor Ort ist und so wurde Mina mittels Mentalkommunikation zu ihrer Perspektive befragt.

Die ergab zweifelsfrei, dass sie ein anderes Zuhause braucht und zwar rasch.

Februar 2010 - Zeit zum UmziehenDer Hund war völlig überfordert und zwar mit der menschlichen Situation und die Bilder bestätigten Minas Aussagen nur zu deutlich.

Ein trauriger Hund, der seine Lebensfreude gänzlich verloren hatte; an ein zufriedenes und entspanntes Hundeleben war hier auch mit viel gutem Willen nicht zu denken.

Mina lebt nun in einer Pflegefamilie und hier zeigt sich keinesfalls ein panischer, sondern ein verstörter Hund.  Auch den vom Halter geschilderten ‚Panikblick‘ zeigt Mina keineswegs.

der erste Spaziergang seit langer ZeitAm ersten Tag ging sie bereits mit spazieren, obgleich sie manche Bewegungen und das Anleinen verunsichern, ist doch  ein veränderter Gesichtsausdruck deutlich zu sehen !Sie hat sehr zugenommen, was sicher auf die mangelnde Bewegung und dem völlig verständnislosen Umgang mit Leckerlis zurückzuführen ist.

Aber – sie zeigt sich neugierig, verhält sich sozial mit Hund und Katze, entdeckt nun eine Welt, wir meinen normale Hundewelt, die so ganz anders ist, als das, was sie kennen lernen durfte.

Ihr Gewicht wird sich bei entsprechender Ernährung und Bewegung wieder normalisieren.

Es bleibt der Vorwurf, den wir uns machen, etwas übersehen und die Halter falsch eingeschätzt zu haben, aber wichtig ist nun das neue Zuhause, das Mina hoffentlich bald und dauerhaft findet.  Darauf wollen wir uns konzentrieren.

Mina ist eine junge Hündin, die einerseits aufgeschlossen  und verspielt ist, sehr freundlich und sozial mit Artgenossen, aber andererseits sicher auch eine klare und zugleich sanfte Führung durch ihren Menschen benötigt.

Der Halter sollte Sicherheit vermitteln können, ihr Zeit lassen Vertrauen aufzubauen, aber keinesfalls Ängste und Unsicherheiten durch eigene Unsicherheiten fördern.

Ideal wäre ein Leben in ruhiger Wohngegend, also lieber auf dem Land als in der Stadt, gerne mit einem Artgenossen, auch Kindern gegenüber ist sie freundlich und aufgeschlossen.

Wenn bei Ihnen jetzt viele Fragen aufkommen, dann scheuen Sie sich bitte nicht, uns anzusprechen.  Mina braucht dringend ein Zuhause.

Nach nur vier Monaten ist Mina nun umgezogen und wartet in ihrer Pflegefamilie auf ihr neues und endgültiges Zuhause. Wir sind sehr dankbar, dass unsere Vereinsmitglieder die Dringlichkeit des Umzuges realisiert haben und dass sie bereit waren, ein  Risiko einzugehen: wie wird sie sich den anderen Hunden gegenüber verhalten, den Katzen, wie ängstlich ist sie tatsächlich - es gab viele Unbekannte. Die rasche Hilfe und das Nichtzögern war gut und wichtig !

Mina ist ein wunderbarer Hund, der seine Lebensfreude wieder entdecken wird. Möglicherweise muss sie in den ersten Wochen und Monaten sanft überzeugt werden, aber sie ist schon jetzt, nach wenigen Tagen in der Pflegefamilie ein anderer Hund. Sie ist angstfrei bei Staubsauger und TV, auch entgegen der Schilderung der ehemaligen Halter und sie wird alles Neue in ihr Leben integrieren, ist sie doch sehr lernfreudig und intelligent.

Ausserhalb von Haus und Garten reagiert sie vorsichtig, aber interessiert, ihren Mitbewohnern gegenüber ist sie freundlich und sozial, sei es Hund oder Katze und: Mensch!

Februar 2010 - 24 Stunden nach dem UmzugFebruar 201024 Stunden nachdem sie bei ihrer Pflegefamilie eingezogen ist lebt Mina bereits auf ! Sie hat Freude am Spaziergang, hat ähnliche Zugkraft wie ihr Bruder Aavaro und sie lernt ungeheuer schnell. Sie springt ins Auto und dann kann es eigentlich losgehen.

 

Das neue Leben ist aufregend und braucht neben der nötigen Bewegung auch die nötigen Ruhephasen. Mina ist auf einem sehr guten Weg !

Februar 2010Februar 2010ALLES ANDERS !

Nach 6 Tagen in ihrer Pflegefamilie ist alles anders - aber der Reihe nach. Zunächst einmal fand Mina es an der Zeit, dass sich ihr Name verändert. Sie hat etwas zum Hintergrund erklärt, auch warum das mit dem Namen nicht ganz so glücklich war und so kamen wir nicht nur dem Wunsch nach Namensänderung nach, sondern auch ihrem Wunsch nach ‘Isira’.

Natürlich ist es schwer zu glauben, noch schwerer zu verstehen, wie das funktionieren soll, aber die Hauptsache ist ja, es funktioniert. dazu Info      und los geht's !Sie hört auf Isira, sie hat sich verändert. Angst, so sagt ihre Pflegefamilie, war gestern; neuer Name, neuer Hund ? Nein, Unsicherheiten gibt es noch, aber Mina, entschuldigung, Isira lernt ungeheuer schnell und hat grosse Schritte in weniger als einer Februar 2010Woche getan.

Sie liebt den Spaziergang, ist aufgeschlossen und freundlich. Wenn sie nicht gerade schläft, wedelt sie, freut sich auf die neuen Gerüche im Wald, am See und ist einfach auf der Überholspur. Sie bleibt manchmal fast ungläubig stehen, schaut sich alles an, aber dann geht es Februar 2010wieder weiter.

Auch ein erster Besuch in einem anderen Haus bestätigte keinesfalls die Befürchtungen eines ängstlichen Hundes.

Isira nahm Kontakt auf, liess sich streicheln und legte sich dann auf ihren Platz um ein Nickerchen zu machen, entspannt - in fremder Umgebung. Bei diesem Hund gerät man einfach ins Schwärmen...März 2010Nach drei Wochen in ihrer Pflegefamilie ist weiterhin eine enorme Veränderung bei Isira zu sehen. Sie läuft gern und viel, liebt die täglichen Spaziergänge.

Auf Rückruf reagiert sie sofort, auch an der Schleppleine zeigt sie Aufmerksamkeit und keinesfalls Tendenzen diese bis zum Ende auszunutzen.

Sie lernt schnell und freudig, neue Aufgaben findet sie klasse und es ist eine Freude zu sehen, wie sie ihre Welt erobert.

Isira ist ein aktiver Hund und jetzt wird es Zeit, dass sie ihren Menschen findet, an den sie sich binden darf und für alle, die immer bei einer Pflegestelle hoffen, dass der Hund doch eigentlich bleiben könnte: nein, das steht bei Isira nicht an und sie sucht wirklich dringend ihr Zuhause !
aktuell

März 2010Woher nimmt dieser Hund solche Nerven ? Keine Ahnung, aber Tatsache ist, dass sie sich nicht durcheinander bringen lässt, wenn sie läuft, dann läuft sie. Spaziergang hat oberste Priorität und da kann sich Hund nicht durcheinander bringen lassen von Gänseschussanlage , Auto waschenden Anwohnern, Hochdruckreinigern oder Kreissägen. Isira schaut kur, hört und - geht ihren Weg. Sie ist kontaktfreudig, aufgeschlossen und die Bilder zeigen einen fröhlichen Hund. Das soll nicht darüber hinweg täuschen, dass der Wechsel in ihr endgültiges Zuhause auch einige Schritte zurück bedeuten könnten, d.h. dass sie möglicherweise Zeit und Geduld braucht, um sich in der neuen Umgebung einzuleben.

Insgesamt ist Isira (wir wiederholen uns) eine wunderbare und freundliche Hündin und sie schafft es mit Leichtigkeit Menschen für sich zu gewinnen.

Ach ja: Spaziergang im Wald. Drei sehr stattliche Bernersennhunde kommen schwungvoll auf Isira zu, die gemeinsam mit anderen Hunden spazieren geht. Alle erschrecken, nur Isira zögert nicht, freut sich, wedelt und will spielen.

März 2010 Spielen und Laufen Isira im März 2010

ISIRA, ehemals Mina, Mischling, weiblich, geb. ca. 15.11.2008, Schulterhöhe 50 cm. Sie ist geimpft, entwurmt, gechipt, negativ auf so genannte Mittelmeerkrankheiten getestet und kastriert. Sie kam am 17. Dezember 2008 als Fundhund ins spanische Tierheim und wartet jetzt in ihrer Pflegefamilie auf ihr dauerhaftes Zuhause.

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