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Glück gehabt !

Louis_0907LOUIS kam gemeinsam mit seinen Geschwistern ins Tierheim, er hatte Glück und fand sein Zuhause, Lars, Lasse, Lubaya und Layos warten weiterhin auf ihr Zuhause.

Die Geschwister wurden gemeinsam mit einer Hündin, der vermutlichen Mutter und einem Podencomixrüden von der Polizei gebracht.

Die Hunde lebten in einer Art Grossfamilie in einem kleinen spanischen Dorf  und wurden zunächst auch von den Anwohnern gefüttert. Als dann die Welpen heranwuchsen alarmierte man die Polizei und bat, die Hunde abzuholen.

ZuhauseDie ersten Tage saßen sie verschüchtert im Zwinger und hatten erst einmal nur eines: Angst. Sobald sich jemand näherte rückten die Welpen näher zusammen und zitterten. Aber die geduldige Zuwendung einer freiwilligen Tierheimmitarbeiterin führte schließlich dazu, dass die Welpen langsam Vertrauen fassten. 

Layos lernte am schnellsten, zeigte sich aufgeweckt und neugierig, Lubaya hingegen blieb vorsichtig und zurückhaltend. 

Die Anfrage für Louis war schließlich sein Sprung ins Glück.

 Aber unerwarteter Weise machte Louis im neuen Zuhause erst einmal einige Schritte zurück.  Er lebte sich langsam, ganz langsam ein, zeigte sich verängstigter, als erwartet, suchte Schutz, wollte nicht aufstehen und nicht Zuhausenach draussen.

Seine neuen Halter begegneten ihm mit viel Geduld und so entdeckte Louis in ganz kleinen Schritten die Welt neu.  Saß er anfangs nur in einem Eck und bewegte sich kaum, so ist doch dank geduldiger Zuwendung aus dem kleinen Angsthasen ein richtiger Springinsfeld geworden.

Seine Geschwister machen im Tierheim langsam Fortschritte und es fehlt ihnen einfach eine Bezugsperson. Die Tierheimmitarbeiter geben ihr Bestes, aber bei über 100 Hunden fehlt es einfach an der nötigen Zeit und der intensiven Zuwendung, die ein zurückhaltender Hund braucht.

Für Louis war es die entscheidende Wende in seinem Leben, seine Menschen zu finden.louis

 

Leia_0508Leia, Mischlingshündin, Langhaar, geb. ca. Oktober 2007, Schulterhöhe 25 cm, Gewicht 4 kg. Die kleine Hündin war kaum auf der Homepage, da bekundeten gleich mehrere Menschen den Wunsch sie zu adoptieren. Nach dem üblichen Adoptionsablauf, Fragebogen, Gespräche, Vorbesuche kristallisierte sich dann ein Zuhause heraus und die Adoption war fast perfekt, aber drei Tage vor dem Flug kam alles anders…

 

Glück oder Pech ? Leia musste noch wenige Wochen länger warten, aber dafür hat sie nun ihr Traumzuhause gefunden, bei Menschen, die mit dem kleinen Leichtgewicht einfach nur glücklich sind.

 

Leia ist der Sonnenschein und geniesst ihr neues Leben ganz offensichtlich.

ZuhauseWar sie in Spanien durch die polizeiliche Einfangaktion völlig durcheinander, schnappte und zeigte sich ängstlich, zeigte sie sich im neuen Zuhause bald als Traumhund.

Zuhause

Eine zarte und intelligente Hündin, kontaktfreudig und stets darauf bedacht immer mittendrin zu sein. Ihre Familie ist für sie das Größte. Wenn das kein Glück ist !

 

 

Leia im August 2009Leia im August 2009

Die Podenca ‚Lorna’ wurde uns vom Verein ‚Apram’ Teneriffa vorgestellt. Es hiess, Lorna sei eine sehr liebe, unkomplizierte und junge Podenca, die nun schon sehr lange warte und bisher keinen Interessenten hatte. Wir nahmen Lorna gerne auf die Homepage, stellten sie vor und hofften, dass sie bald ein gutes Zuhause finden würde. Aber – keine Anfrage.

So verging Woche um Woche und im Februar 2004 entschlossen wir uns dann Lorna aus dem Tierheim zu holen und zu Bekannten mit viel Podenco- und Galgoerfahrung zu geben.

Vor der geplanten Reise vergewisserten wir uns nochmals, dass alles vorbereitet wurde, also Impfung, Mikrochip, Kastration und Mittelmeertest.

Im Februar 2004 kam Lorna dann an und es gab eine grosse Überraschung. Lorna war nicht gechipt wie sich beim ersten Tierarztbesuch herausstellte, sie war auch keineswegs vier Jahre, wie beschrieben und was viel schlimmer war – sie hatte zwei massive Blutohren. So geschwollen, dass kein Gehörgang mehr zu sehen war. Die Ohren waren dick und heiss, standen im rechten Winkel ab.

Die Augen waren entzündet, der Impfpass sagte aus, dass Lorna neun Jahre sei und sie war insgesamt in einem schlechten Zustand, konnte nicht stehen, nicht gehen, stiess überall an und hatte offensichtlich Sehstörungen.Lorna

Die Rückfrage bei der Präsidentin von Apram ergab,  ja, ein Blutohr war bekannt, aber da kann man ja doch nichts machen, also habe man das erst gar nicht erwähnt. Und das mit dem Alter, das sei vielleicht ein Missverständnis und der Pass sei nicht ganz korrekt ausgefüllt und mit den Koordinationsstörungen das könne nur die Mitarbeiterin wissen, die den Hund eingecheckt habe.

Später stellte sich dann heraus, dass diese dem Hund eine Schlaftablette gegeben hatte, die leider in der Folge zu massiven Gleichgewichts- und Sehstörungen führte. Das Podencos anders reagieren und dass man auf solche Präparate vor dem Flug besser verzichte, wusste sie nicht.

Augenentzündung ? Hatte sie hier nicht.

Und wörtlich ‚vielleicht muss man sie nur mal in den Arm nehmen und sie streicheln’ ...

...nun, das haben wir gemacht, aber leider bildeten sich weder die Blutohren daraufhin zurück noch wurde der angebliche Chip gefunden, auch die Koordinationsstörungen liessen erst Tage später nach.

Die Vorstellung beim Tierarzt ergab, dass Lorna zwischen neun und zehn Jahre alt ist, dass die Ohrprobleme schon sehr sehr lange bestehen müssten und dass die Ohren total verhärtet waren.

Juni 2004Nachdem wir nochmals die Präsidentin ansprachen räumte diese dann ein, dass sie das alles bedaure, aber ‚wenn die Leute nur perfekte Hunde haben wollen, dann sollte man den Leuten gar keine Hunde geben’.

Es folgte eine sehr intensive naturheilkundliche Therapie, mehrfache Tierarztbesuche, Impfungen, Mikrochip und Podenco in Not übernahm die Kosten. Nur aufgrund der grossen Hundeerfahrung und des Engagements der Pflegefamilie  konnte Lorna überhaupt so optimal betreut und versorgt werden.

Apram hatte nicht mehr so viel Interesse, schwieg. Wir nahmen den Kontakt wieder und wieder auf, aber es kam nur ’ unsere Mail war defekt’  ‚entschuldigen Sie mein langes Schweigen, es war so viel los’.

Die erfreuliche Nachricht: Lornas Therapie schlug an, die Blutohren besserten sich, nach wenigen Wochen war wieder ein Gehörgang zu sehen, Lorna spürte deutlich eine Erleichterung und konnte wieder hören ! Wie lange der arme Hund schon mit diesen Problemen leben mussten, ahnen wir nicht, aber was wir wissen ist, dass die Hündin definitiv doppelt so alt ist wie geschildert wurde und dass sie auf beiden Augen einen Grauen Star hat, eine Alterserscheinung.

Lorna hat ein Zuhause gefunden und sie hat einen Lebensplatz, das ist das Wichtigste.

Aber ob das Tierschutz mit Verantwortung ist, wenn ein Hund völlig anders vorgestellt wird, als er tatsächlich ist und ob man dem Tier damit einen Gefallen tut, wagen wir zu bezweifeln.

Lorna hat sich sehr gut entwickelt und das ganz sicher wegen der intensiven Pflege und der grossen Liebe die sie erfahren darf. Sie ist eine ruhige Hündin, sozial und lieb, sie spielt auch immer wieder mal, aber sie braucht eindeutig ihre festen Ruhepausen, ihre Schlafphasen und eine intensive medizinische Betreuung.

Wir wünschen Lorna, die jetzt Lona heisst, dass sie noch viele Jahre bei den Menschen hat, die mit ihr durch dick und dünn gegangen sind.

Wir danken Lonas Zweibeiner ganz herzlich für alles, was sie für Lona getan haben und tun, ohne eine sehr grosse Portion Geduld und ohne deren Einsatz wäre alles anders gekommen.
Zuhause

LARA – oder: ein modernes Märchen.

 

Lara ist Zuhause. Punkt.

 

Oder sollen wir doch die ganze Geschichte erzählen ?

 

Es war einmal eine ausgediente Perdiguero Hündin, sie hatte keinen Namen und auch nicht das, was man ‚Zuhause’ nennt. Sie hatte weder einen Menschen, der sich um sie sorgte noch einen Futternapf, der ihr gehörte, sie war einfach ausgedient und übrig.

So wurde sie also ausgesetzt, irrte viele viele Monate umher, suchte sich Futter und sicher auch Streicheleinheiten, denn sie ist eine Hündin, für die menschliche Zuwendung enorm wichtig ist und war.

Lara hatte ein unerschütterliches Vertrauen zu Menschen und heute, nach allem was wir von ihr wissen ist es noch unbegreiflicher, dass es weiterhin unerschütterlich ist.

Lara lebte also lange Zeit auf der Strasse, ernährte sich von Abfällen, vielleicht auch von dem was ihr ab und an Menschen gaben.

Eines Tages begannen andere Menschen sie zum Spass zu quälen. Sie wurde geschlagen und getreten, man warf Steine nach ihr und jemand fügte ihr Verbrennungen zu. Laras Wunden heilten und ihr wurden neue zugefügt. Laras Wunden heilten erneut und sie suchte wieder die menschliche Nähe.

Lara traf dann auf Menschen, die ihren Kiefer um einhundertachtzig Grad verdrehten.

Die Hündin war fast nicht mehr in der Lage zu fressen, zu schlucken, konnte die Zunge nicht mehr einsetzen und behalf sich, legte den Kopf schief, schob sich ihr Futter zurecht und verhungerte nicht.

Andere Hunde verletzten sie, bissen sie zusammen, sie war praktisch wehrlos und das alles geschah, wie wir sehr viel später erfuhren unter den Augen von Anwohnern. Erst als Laras Zunge beständig aus dem Mund heraushing und sie sich immer noch auf den Beinen hielt, benachrichtigte eine Anwohnerin den Tierschutz, die ebenso entsetzt war wie wir als wir die Geschichte erfuhren.

Lara kam in ein Tierheim und es stellte sich die Frage: welche Chance hat dieser Hund ?

Podenco in Not wollte und konnte helfen – dank IHRER Hilfe, dank der vielen Spenden von Mitgliedern, Paten und Homepagebesuchern.        Lara wurde operiert und die Tierärztin war der Meinung: 1. hat die Hündin eine gute Chance, 2. würde die Tierärztin nicht einen ‚normalen’ Preis für die Behandlung und Operation verrechnen sondern sie wollte helfen.

Bei der weiteren Untersuchung stellte sich dann heraus, dass Laras  Körper neben zahlreichen Narben auch alte Frakturen aufwies. Der hintere Körperteil war voller Schrotkugeln und das Gesäuge war in einem Zustand, der nur den Rückschluss zuliess: jede Trächtigkeit wurde sie gedeckt und musste Welpen zur Welt bringen.

Es ist und bleibt für uns unfassbar, was dieser Hund mitgemacht hat und es ist erschreckend zu sehen, welch brutale menschliche Gewalt ihr angetan wurde.

Ragnar & Lara & Laila
Februar 2005 - Teamarbeit
das Dreamteam !

Nachdem Lara zunächst sehr tapfer schien, dann aber doch ihre Kräfte nachliessen kam es zu einer Tierkommunikation, in deren Verlauf sie eine Situation wie in einer Operation schilderte, was nicht sein konnte, denn sie wurde bereits Tage vorher operiert. Sie schilderte aber auch einige der Situationen, die sie erlebte.

Das Erstaunliche: am nächsten Morgen bestätigte die Tierheimleitung in Spanien, dass Lara am Abend zuvor (um exakt die Uhrzeit wie die Tierkommunikation stattfand) nochmals notoperiert worden sei, ausserdem ging man den Informationen von Lara nach und stellte fest: ja, genau das wurde von den Anwohnern bestätigt.

Einen Tag später berichtete die Tierärztin, dass sich Lara nicht nur verändert habe, sie sei regelrecht fröhlich geworden und: sie fresse selbstständig ! Und das, obwohl die Klammern aus dem Kiefern entfernt werden musste, nachdem das Körpergewebe nicht ausreichte um die Klammern und Nähte zu halten. Ein Teil des Unterkiefers musste aufgrund der zahlreichen Gewebeschäden und Entzündungen amputiert werden.

Und dann ging eigentlich alles ganz schnell... Lara machte Fortschritte und entwickelte sich von Tag zu Tag und es gab eine Anfrage für sie. Nein, eine Anfrage war es eigentlich nicht es war eine Feststellung: Lara gehört zu uns und sie soll kommen.

‘Zu uns’ – das ist ein Ehepaar welches den ersten Hund im Jahr 2004 von PiN adoptiert hat und nun mit Lara auch den letzten, der 2004 ein Zuhause fand.

Und so endet das Märchen wie alle Märchen enden – mit einem glücklichen Ende nur, dass es gar kein Märchen ist.

Dezember 2004Lara ist zu Hause. PUNKT.

Sie kam in ihr ‚neues’ Haus und kannte sich bestens aus, wusste, wo sie liegt, wusste wo sie was findet und war einfach da.

Die beiden bereits vorhandenen Hunde fanden Laras Einzug auch ziemlich selbstverständlich und so hat für Lara ein neues Kapitel begonnen. Dass sie mit diesen menschlichen Begegnungen und diesen Erfahrungen nicht gehen sollte war klar, aber dass sie so schnell und überhaupt so ein Zuhause finden würde, haben wir nicht zu hoffen gewagt.

Lara liebt den Sessel, liebt das Sofa, ihre Spaziergänge, die Küche (vor allem die Arbeitsplatte), ihre Menschen und ihre Mithunde, ihre Katzen, sie frisst und sie wird sehr geliebt.

ich bin kein Jagdhund...ich bin kein JagdhundLara lässt sich stundenlang streicheln, geniesst die Zuwendung sichtlich und sie hat absolutes Vertrauen zu ihren Menschen, mehr noch, sie geht auf jeden freundlich zu !

Bei uns bleibt Demut aber auch Dankbarkeit. Dankbarkeit den Menschen gegenüber, die Lara dort rausgeholt, gepflegt, betreut und die ihr geholfen haben und die ihr vom ersten Tag an Liebe und Vertrauen gaben.

Unser Dank geht an die Tierärztin, die sich so sehr für Lara einsetzte und natürlich an unsere Spender, an die vielen Tierfreunde, die Lara zu dieser zweiten Chance verhalfen.

Danke an Laras neue Menscheneltern, die spontan und trotzdem wohl überlegt für Lara da sind und die der Meinung sind: Sonnenschein, Lara ist unser Sonnenschein und unser Glück.

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