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Marqués, Podencomischling, Rüde, geb. ca. Juni 2002, Schulterhöhe 45 cm, 11 Kg, seit Januar 2005 wartet er im Tierheim.
Zur kältesten Zeit in Spanien sass Marqués vor dem Tor des Tierheims. Er sass einfach nur da, ruhig, beobachtend und wartete. Seine grosse Angst hinderte ihn daran näher zu kommen und so wartete er allabendlich bis alle weg waren, dann erst ging er an den bereitgestellten Napf und frass.
Das wiederholte sich Tag für Tag bis ein Tierheimmitarbeiter eines Tages das grosse Tor komplett öffnete und den Napf in den Innenhof stellte...
Marqués kam rein, frass und die Tür ging langsam zu.
Nun beäugte er sehr aufmerksam die Dinge um sich herum, traute den Menschen nicht, zog sich sofort zurück sobald man sich ihm näherte, aber er nahm seine warme Unterkunft und lernte sein regelmässiges Futter und seine warme Unterkunft zu schätzen. Einer Pflegerin gegenüber zeigte er vorsichtiges Annäherungsversuche, liess sich sogar von ihr streicheln, aber alles dauerte seine Zeit und sein grosses Misstrauen blieb.
In den ersten Monaten sass er verängstigt in einem Eck des Zwingers, die Augen voller Panik, sobald sich die Tür öffnete, der ganze Hund bestand nur aus Angst und es brauchte viel Geduld, sanfte Überredungskunst und stetes Training.
Niemals wurde Marques zu etwas gezwungen, alles geschah in seinem Tempo, langsames Gewöhnen an Halsband, Geschirr und Leine, schliesslich die ersten Schritte ausserhalb des vertrauten Zwingers..
Dank einer freiwilligen Helferin gelang es schliesslich ihm die Spaziergänge ausserhalb des Tierheims schmackhaft zu machen und viele geduldige Übungsstunden später ist es für Marques eine Freude, wenn er die Leine hört und raus darf.
Seine Vorsicht Menschen gegenüber ist ihm geblieben, nicht mehr vergleichbar mit seiner Panik zu Anfang, aber in seinem neuen Zuhause kann das möglicherweise bedeuten, dass es wieder eine ganze Zeit dauert, bis er sich einlebt und Vertrauen fasst.
Was ihm fehlt nach all den Jahren des Wartens ist ein Mensch, der ihm die nötige Ruhe und Sicherheit vermittelt und idealerweise bereits Erfahrungen im Umgang mit einem ängstlichen Hund hat.
Ein zweiter Hund im neuen Zuhause wäre sicher als Orientierung hilfreich für Marqués.
Marques macht jeden Tag kleine Fortschritte und mittlerweile geht er schon gut an der Leine und freut sich über einen Spaziergang mit seiner Betreuerin. Sie darf mit ihm schmusen, er sucht die Nähe, liebt es von ihr gestreichelt zu werden.
Dennoch wissen wir, dass es Erfahrungen gibt, die er nicht so schnell vergessen kann und das das für die neuen Halter bedeutet: Geduld und Zeit.
Er ist ein wunderbarer Hund und sein Mensch muss ihn einfach nur entdecken !
Mit Katzen versteht sich Marques übrigens auch.
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