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noch in SpanienDie Podencomixhündin Makeena kam als Fundhund ins Tierheim.  Es brauchte einige Tage, an denen eine Tierheimmitarbeiterin immer wieder dorthin fuhr, versuchte ihn anzulocken, geduldig sitzen blieb, ihm Futter anbot und schliesslich eine Falle aufstellte, mit der es gelang die Hündin einzufangen.

Sie war zurückhaltend und allem Neuen gegenüber skeptisch, aber mit ein bisschen Zeit und Geduld fasste sie Vertrauen und konnte auch der menschlichen Zuwendung etwas Positives abgewinnen.

makeenaWir wussten und vermerkten dies auch im Vermittlungstext, dass die neue Halter ihr mit viel Geduld begegnen mussten, Zeit heisst der Schlüssel zum Glück.

Nun ist die Definition von Geduld relativ, so mussten wir feststellen. Wir haben alle Zeit der Welt hiess bei Makeenas neuer Familie zehn Tage.

Makeena sah das anders, wir auch, lange Rede kurzer Sinn: für Makeena gab es einen Ortswechel und einen zweiten Anlauf zum Glück. Dafür änderte sich ihr Leben aber gründlich und zu ihrer vollen FreundschaftenZufriedenheit.

Artgenossen mit denen man ausdauernd spielen kann, Artgenossen mit denen man sein Körbchen teilt, Menschen, die Hund nicht bedrängen, sondern ihn in seinem Rhythmus wachsen lassen und der Faktor Zeit und Geduld.

ZuhauseDas alles führte dazu, dass Makeena sich sehr eng an ihren Menschen gebunden hat, ausgelassen spielt und rennt und sich natürlich auch zurückziehen kann, wenn sie es für notwendig hält.

Wir haben Makeena persönlich kennen gelernt und waren verblüfft über diese enge Beziehung, dieses Vertrauen zu ihrem Menschen. Makeena beim Seminar, zwischen vielen anderen Hunden, sehr nah mit vielen anderen Menschen und Angst ? Nein, sicher nicht. Neugier beschreibt es wohl besser !!

Makeena im Glück. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Freundschaften

Die Geschichte der Galgohündin Mia begann mit einem Anruf, man möge einen freilaufenden Hund einfangen. Ein Tierheimmitarbeiter fuhr zur angegebenen Stelle, aber die Hündin wollte nicht eingefangen werden und versteckte sich. Am Abend versuchte es die örtliche Polizei nochmals und hatte Glück.

Mia, wie die Galga genannt wurde kam ins Tierheim. Sie war ängstlich, vorsichtig, taute aber schon nach wenigen Stunden auf, merkte rasch, dass ihr nichts geschah. Sie verhielt sich eher ruhig, freundlich zu allen Hunden und zeigte sich als sehr zuwendungsbedürftig.

Ihr Zuhause fand sie nach neunmonatiger Wartezeit im spanischen Tierheim.

Sie lebt mit ihren beiden Menschen in der Schweiz und geniesst das Leben, die Spaziergänge, die Liebe, die ihr entgegen gebracht wird und hat enorm an Selbstbewusstsein gewonnen.

Und nach über einem Jahr bekommt Mia einen Gefährten...Saturno im Tierheim

...was sich als nicht ganz leichtes Vorhaben herausstellt. Denn aus einer zurückhaltenden Mia ist ein selbstbewusster Galgo geworden, die weiss was sie will und zwar sehr genau. Irgendeinen Hund will sie nicht, auch nicht irgendeinen Galgo, sie hat genaue Vorstellungen und teilt die auch mit. Wir müssen also nur noch nach ihrem Traumgalgo suchen.

Gefunden ! Er heisst Ganesh (ehemals Saturno) und erfüllt die Vorstellungen Mias.  Ganesh wurde im Tierheim abgegeben, er war überflüssig geworden. Die ersten Tage lag er nur zusammengerollt und völlig teilnahmslos in einer Hundehütte. Er bewegte sich nicht, blickte ängstlich um sich, liess sich nicht anfassen und war nur verunsichert durch die neue Situation. Aber nach einer Weile hat er im Tierheim gelernt, sich wieder zu bewegen, gewann wieder ein wenig Lebensfreude zurück.Ganesh Zuhause

Was wirkliche Lebensfreude heisst, zeigte er aber erst nach dem Umzug in sein neues Zuhause. Ein glücklicher Hund mit einer grossen Portion Fröhlichkeit, aber auch klar genug, um seiner Mia sanft und konsequent zu vermitteln, wo denn die Grenzen so liegen..

ganesh_miaDie beiden sind ein wirkliches Traumpaar und was soll man zu solchen Bildern noch sagen ?

 

 

ganesh_mia

 

 

 

Mona in SpanienWas lange währt...

Im April 2004 kam Mona ins Tierheim und keiner konnte ahnen, dass sie so lange warten musste, aber das Warten hat sich gelohnt. Viele Umwege, viele Stationen brauchte es, bis sie endlich bei ihrem Menschen sein durfte.

Mona lebte drei Jahre lang auf einem Vieh-Marktplatz in Spanien, ausserhalb der Stadt und sie liess sich nicht anfassen oder gar einfangen.  Sie wurde von verschiedenen Anwohnern und Tierschützern gefüttert, aber – sie liess sich nicht anlocken. Einmal im Jahr hatte sie durchschnittlich 8 Welpen, die sie selten aufziehen konnte.

Mona in SpanienAlle Versuche, sie mit Futter zu locken scheiterten, auch ein beigemengtes Schlafmittel brachte keinen Erfolg ebenso wenig wie eine Betäubung mittels Blasrohr. Sie kam bis auf 20 Meter heran, lief dann wieder weg, versteckte sich. An einem Tag im April 2004 aber gelang es dann doch – nach vielen Stunden geduldigen Wartens von sechs Helfern ging Mona zu ihren Welpen in eine Höhle und hier konnte sie schließlich eingefangen werden.

Die Hündin war voller Wunden und Parasiten, ausgehungert und verängstigt. Sie wurde versorgt, gepflegt, die Wunden heilten und die Welpen fanden ein Zuhause. Aber für Mona hiess es weiterhin: Warten.

Nur sehr langsam fasste die Hündin Vertrauen zu den Pflegerinnen, aber bei jedem Besucher, bei allen fremden Menschen blieb es bei ihrer enormen Zurückhaltung und sie flüchtete, liess sich nicht berühren.

Mona in SpanienWie sollte sie jemals ein Zuhause finden ? Die Tierfreunde bemühten sich, Mona lernte mit dem Halsband und einem Geschirr zu leben, erste Versuche an einer langen Leine verwirrten sie und es war ein langer Weg der langsamen, sanften Gewöhnung.

Wir gaben aber die Hoffnung nicht auf und Monas Patin, selbst Halterin eines sehr vorsichtigen Hundes hielt Mona über zwei Jahre die Treue und glaubte an sie und an ein Happy End.

Sie zeigte sich lieb und verträglich ihren Mithunden gegenüber, aber Menschen waren weiterhin für sie in keiner Weise vertrauenswürdig. Ein ständiger Sicherheitsabstand wurde eingehalten, Fütterung nur durch das vertraute Pflegepersonal.

Mona in SpanienNatürlich ist uns klar gewesen, dass sie das lernen kann, aber es gibt leider nicht so viele Menschen, die sich den geduldigen Umgang mit einem Angsthund zutrauen, die Zeit und Nerven investieren, um den Tier wieder Vertrauen zurück zu geben.

Andere Hunde haben es auch gelernt, denken Sie an Flori oder Sanando, an Sayani und viele andere.

Aber andere warten immer noch auf ihre Chance und verbringen Monat für Monat im Tierheim. (Nuri, Marques, Tolstoi z.B.)

Nach 984 Tagen kam dann die entscheidende Anfrage und für Mona wurde alles anders.

April 2007Die Reise, der Umzug und ein neues Leben sollte beginnen und sie belohnt die Geduld und die Zuwendung ihrer Halterin. Nach nur 6 Monaten hat Mona das Schweizer Hundehalterbrevet mit Erfolg abgelegt !

Wir sind gleichermassen stolz auf Mona und Frauchen !!

Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft hat diese Hundehalterprüfung ausgearbeitet, welche verschiedene Anforderungen an den Hund stellt.

Nicht zu glauben, aber wahr: das sind die Übungen, die Mona problemlos absolviert hat (und ganz nebenbei hat sie 14 von 15 möglichen Punkten erreicht).Zuhause !

Grundsätzlich galt: Mona musste sich bei Begegnungen mit andern Menschen und Hunden freundlich verhalten und Zuruf sofort zu ihrer Halterin zurückkehren.

Übung 1: Gehen an der Leine
Der Hund soll an lockerer Leine neben seiner Halterin gehen und darf ein vorbeifahrendes Fahrzeug nicht verfolgen. (Mona reagierte weder auf den Radfahrer noch auf sonstige Ablenkung.)
Übung 2: Sitz und Platz (Mona fand, das ist eine blöde Übung, wozu soll das gut sein ?)
Übung 3: Begegnungen mit Menschen
Der Hund soll bei Begegnungen mit fremden Menschen freundlich aber nicht aufdringlich sein. (Das war das kleinste Problem für Mona...)
Übung 4: Begegnungen mit auffällig gekleideten Menschen
Menschen tragen gelegentlich für den Hund befremdliche Dinge. Er muss lernen, darauf nicht zu reagieren. (Sie reagierte nicht mal auf den aufgespannten Regenschirm.)
ZuhauseÜbung 5: Begegnung mit einem anderen Hund
Der Hund soll einen andern Hund problemlos an lockerer Leine kreuzen können. (Wo ist das Problem ?)
Übung 6: Abrufen mit und ohne Ablenkung
Dies sind die zentralen Übungen des Hundehalterbrevets. Nur wer seinen Hund auch von einem plötzlich auftauchenden Menschen oder von einem frei laufenden fremden Hund abrufen kann, besteht die Prüfung. (Auch kein Thema. Wenn Frauchen ruft, kommt Mona, so einfach ist das.)

Übung 7: Anfassen des Hundes
Sich anfassen lassen ist wichtig und kann gelernt werden. (Ja, ja... monatelang geübt.)

14 von 15 Punkten - wo fehlte der eine Punkt ? Nein ! Nicht beim Thema ‘anfassen’, Mona wollte nicht Platz machen und Frauchen fand das auch völlig in Ordnung. Wie immer: Verständnis geht vor.

Alles in allem: klasse Mona.

Sie fühlt sich wohl, sie wird geliebt,

sie ist ein toller Hund und wir sind sehr sehr dankbar über dieses Zuhause.

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