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Milena, Galgo español, weiblich, schwarz-weiss, geb. März 2005, Schulterhöhe 60 cm, reist entwurmt, kastriert, gechipt, geimpft, negativ auf so genannte Mittelmeerkrankheiten getestet und mit EU Pass in ihr neues Zuhause.
Im Tierheim seit Dezember 2006.
Milena wurde bei Hunderennen eingesetzt und als der Halter der Meinung war, sie holt keine Preise mehr, wollte er sie töten lassen.
Ein tierlieber Nachbar griff ein, als er das hörte und nahm Milena kurzerhand mit. Da er sie selbst nicht behalten konnte, brachte er sie ins Tierheim.
Milena verhält sich anderen Hunden gegenüber anfangs vorsichtig und zurückhaltend, spielt dann aber sehr gern, wenn sie Vertrauen gefasst hat.
Sie ist eine ausgesprochen menschenbezogene Hündin, liebebedürftig und anhänglich. Wenn sie sich erst einmal eingewöhnt hat, wird sie sicher ein fröhlicher und natürlich bewegungsfreudiger Hund sein.
Milena ist ein kleines Temperamentsbündel, ihre liebste Tagesbeschäftigung: spielen und zwar lang und ausdauernd, wild und ohne Ende. Sie braucht einen belastungsfähigen Spielpartner im neuen Zuhause, der nicht so schnell müde wird.
Sie ist eine sehr aufmerksame Hündin, stets eine gute Beobachterin, interessiert, aufgeweckt, blitzgescheit und blitzschnell.
Anderen Hunden gegenüber reagierte sie zunächst vorsichtig und schüchtern, das kann man aber nun nicht mehr von ihr sagen, im Gegenteil, sie lässt keine Gelegenheit aus sich durchzusetzen, äussert ihren Unmut lautstark wenn jemand auf dem von ihr bevorzugten Platz liegt und zeigt sich ausdauernd...
sie steht vor ihrem Artgenossen, fixiert ihn, wahlweise bellt sie ihn auch an und irgendwann ist dem anderen das zu blöd, er steht auf und Milena legt sich hin.
Eine Persönlichkeit und ein Charakterkopf, der also einen entsprechend souveränen und durchsetzungsfähigen tierischen und menschlichen Partner braucht.
Wenn es zwischen zwei Hunden Unstimmigkeiten gibt, ist sie mit dabei und bezieht Partei, deshalb zieht sie sich immer die ein oder andere Wunde zu. Ihre Unterstützung für einen der Hunde in allen Ehren, aber sie lernt nicht, dass sie immer bei diesen Diskussionen verliert.
Sie weiss sich nicht zu verteidigen. Sie will immer dabei sein wenn in ihrer Umgebung etwas geschieht; nicht um sich aufzudrängen, nicht um zu streiten, aber die Neugier siegt einfach.
Bei jeder Auseinandersetzung zieht sie den Kürzeren und bekommt einen neuen Kratzer oder eine kleine Wunde ab. Sie möchte wissen, um was es geht und steht daneben, wird aber ins Geschehen mit ein bezogen und versteht das System irgendwie nicht.
Eigentlich ein eher extrovertierter Galgo, aber ihre Neugier führt einfach zu Stress.
Milenas grosser Freund heisst Rossini und die zwei pflegen eine enge Beziehung. Sie kuschelt sich an ihn, sie schlafen nebeneinander und Milena geniesst offensichtlich die Ruhe des Grossen, der noch dazu sehr souverän anderen gegenüber ist. Er ist ein Partner nach ihrem Geschmack, dem sie vertraut, dem sie folgt, von ihm lässt sie sich alles sagen und entsprechend ist sie an seiner Seite immer in Sicherheit.
Ein erster Besuch bei den Katzen verlief ruhig. Sie machte den Anschein, als sei das nicht so bemerkenswert, aber sie ist ein Galgo und man muss immer mit dem Jagdinstinkt rechnen, der sich vielleicht erst entfaltet, wenn sie in sicherer Umgebung ist.
Milena hat bei einem Jäger gelebt, der sie zur Hasenjagd eingesetzt hat, auch bei Wettbewerben, siehe oben.
Nachdem es im Tierheim keine Hasen gibt, dafür aber andere Hunde im grossen Auslauf, läuft sie von einer Seite zur anderen, ‚verwechselt‘ Marques und andere und treibt sie so zusammen. Nicht schwer zu erraten, dass das auch nicht so gut ankommt bei ihren Artgenossen und schwupp hat sie wieder Stress.
Milena ist für das Leben im Tierheim einfach nicht geschaffen.
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