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Auf dem Gelände der ehemaligen Podenco-Farm: verängstigte Hunde und notdürftig verbuddelte Tierkadaver Tierschützer: „Unhaltbare Zustände
Benissa. „Wir sind nicht länger bereit, zu schweigen und prangern diese unhaltbaren Zustände an." Was die Tierschützer der Stiftung Tierhilfe Costa Bianca und des Vereins Podenco in Not e. V. traurig und wütend zugleich macht, befindet sich auf einem Grundstück nähe der Autobahn auf dem Lande bei Benissa. Hunde sind dort mehr oder weniger zurückgelassen worden und Hundekadaver wurden notdürftig in einem Graben verscharrt. Spaziergänger hatten die Tierschutzorganisationen auf den Plan gerufen. Sie berichteten: „Wir konnten beobachten wie die Tiere übereinander herfielen und einen Hund totgebissen haben. Tote Hunde sind in einen ausgehobenen Graben geworfen worden. Das ist doch nicht in Ordnung, Hunde einfach so zu vergraben, was ist mit dem Grundwasser?" Bei dem Fall handelt es sich um die „Reste" der ehemaligen Podenco-Farm der „Podenco Aid Foundation", die vor acht Jahren ihre Arbeit auf dem 30.000 Quadratmeter großen Gelände aufnahm. Immer wieder kam es zu Querelen mit der Stadt Benissa. Letztendlich erhielten die Holländer Annelies Jacobs und ihr Mann Leen, die der Organisation vorstehen, eine Frist bis Ende des Jahres 2004, ihre Tierheim-Tätigkeit in Benissa zu beenden. Die „Podenco Aid Foundation" nennt sich heute „Animal Aid Foundation" und ist nach Benifaiö kurz vor Valencia umgezogen. „Dort haben wir ein Grundstück für unsere 120 Hunde gefunden und gute Beziehungen zur Gemeinde. Hier ist man uns und unserer tierschützerischen Arbeit nicht feindlich gesinnt wie in Benissa", so Annelies Jacobs. Dass die Leute von der ehemaligen Podenco-Farm immer im Sinne der Tiere handeln, das bezweifeln andere Organisationen. „Der Tierschutz im Süden Europas gerät durch diese Leute in einen schlechten Ruf. Die Vermittlung ihrer Tiere ist unseriös, weil zum Teil nicht kastrierte und nicht auf Leishmaniose getestete Hunde außer Landes vermittelt werden", prangern die Tierhilfe Costa Bianca und der Verein Podenco in Not an. Von den Zuständen auf dem Gelände in Benissa überzeugte sich die CBZ in der vergangenen Woche selbst. Die Köpfe halbverwester Hundeleichen ragten aus der Erde. Zwei zurückgelassene Tiere im Zwinger waren sehr verängstigt. Der Gestank nach Kot und Verwesung war extrem. Die Tierschutzorganisationen vermuten: „Das waren Dutzende von Hunden, die schwer zu vermitteln waren. Die Zahl derer, die hier alleine zurückgelassen wurde, reduzierte sich in den vergangenen Monaten immer mehr, und wir konnten Tiere in dem Grab wiedererkennen. Man hat sie wohl getötet. Wir entdeckten auch toxische Medikamente." Annelies Jacobs sagt zu den Vorwürfen: „Mein Mann hat fast jeden Tag nach den Hunden gesehen, und außerdem hat auf dem Gelände jemand gewohnt, der aufgepasst hat. Wenn man viele Tiere aufnimmt, so wie wir und sie mal einen halben Tag unbeobachtet lässt, kann es passieren, dass ein Hund tot gebissen wird. Es tut mir sehr leid, aber so etwas kann passieren. Die Tiere waren nie ohne Aufsicht, und dass tote Tiere zu sehen sind, das kann nicht sein. Was stimmt, ist, dass wir in den acht Jahren, die wir auf dem Gelände mit unseren Tieren gelebt haben, an Krankheiten verstorbene Hunde begraben haben, da es einfach keine Infrastruktur hierfür gab." Wie die Stiftung Tierhilfe Costa Bianca der CBZ mitteilte, seien noch am vergangenen Wochenende Zwinger abgebaut und die letzten beiden Hunde frei gelassen worden. Die Kadaver in dem Graben bedecke nun eine dickere Erdschicht. |
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Hundekadaver hinter Tierheim vergraben Die Stiftung Tierhilfe Costa Bianca erhebt schwere Vorwurf gegen die Betreiber eines Hundeheims in Benissa. Mitarbeiter haben hinter der Anlage eine Grube entdeckt, in der zahlreiche Tierkadaver vergraben worden sind. Nach Angaben einer Sprecherin der Organisation sind die Tiere illegal eingeschläfert und nachher verscharrt worden. Das Hundeheim sei von der so genannten „Podenco Aid foundation" betrieben worden. Nach Informationen der Tierschützer hätten die Betreiber europaweit Spenden für die Tiere gesammelt. Vor einigen Jahren hätten sich auf der Anlage noch mehr als 200 Tiere befunden. Die Zahl der Tiere habe sich jedoch stark verringert, nachdem die Betreiber nach Valencia gezogen seien. „Von dort aus haben sie sich nur nur noch sporadisch um die übrig gebliebenen Tiere gekümmert", so die Sprecherin der Stiftung Tierhilfe Costa Bianca. Anfang April seien in dem rund 50 Quadratmeter großen Verschlag noch neun Hunde gewesen. Beim letzten Besuch trafen die Tierschützer nur noch vier Tiere an. „Fünf fanden wir dann in der Grube, die noch nicht ganz zugeschüttet war". Die Tierschützer vermuten, dass sich auf dem Gelände noch mehr tote Hunde befinden. Das Vergraben von Tierkadavern ist gesetzlich verböten. Hunde dürfen darüber hinaus nur von einem Tierarzt oder im Beisein eines Veterinärs eingeschläfert werden. Auf der Anlage befand sich laut der Tierschützer ein Schrank mit Medikamenten, die nach Angaben der Organisation nur im Besitz von einem Mediziner sein dürfen. Darüber hinaus seien sie nicht sachgerecht gelagert gewesen. Die Betreiber des Hundeheims, die nach Angaben der Stiftung bei Valencia ein weiteres Hundeheim eröffnen wollen, waren nicht erreichbar.
Foto: Privat |
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Da uns die Zeitung noch nicht im Original vorliegt, hier ein Auszug aus dem Artikel: Das große Gelände ist jetzt bis auf eine Katze verwaist. Immer noch hängt ein Gestank nach Hundeexkrementen in der Luft. Vergammelte Futtersäcke, Gerümpel, leere Käfige stehen herum. In einem nicht angeschlossenen Kühlschrank sind zahlreiche toxische Medikamente gelagert, viele von ihnen verschreibungspflichtig und nur durch Tierärzte mittels Injektion zu verabreichen. Anzeige bei der Tierärztekammer wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde erstattet. Annelies Jacobs wehrt sich gegen die Vorwürfe und sagt, dass sie in dieser Form nicht wahr seien. Sie will Anzeige erstatten. „Wir haben nichts zu verheimlichen. Alle 120 Hunde sind bei uns in Benifaiö." Kommentar von Nina Hoff / CBN: Reibach oder Verzweiflung ? Kräfte überschätzt und am Ende keinen Ausweg mehr gesehen oder tatsächlich den Reibach gemacht auf Kosten hilfloser Geschöpfe und spendenfreudiger Tierfreunde? Was wirklich auf der Podenco-Farm passiert ist, wird sich schwer rekonstruieren lassen. Wichtig ist, dass es sich nicht wiederholt. |
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