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Anubi macht sich Gedanken.....

zum Thema Verantwortung  ....

Liebe Podencofreunde, Zwei- und Vierbeiner,

 sicherlich haben Sie schon meine Kolumne vermisst, aber das ist so eine Sache....

Ich hätte schon viel früher etwas zu sagen gehabt, aber mein Frauchen ist einfach nicht dazu gekommen, meine Gedanken in den Computer zu tippen, und mit meinen Riesenpfoten, na ja, was soll ich sagen- es ist unmöglich.

 In den letzten Tagen gab es sehr viel zu tun bei uns, rund um die Homepage und Frauchen wusste manchmal gar nicht mehr, wo ihr der Kopf stand. Ich kann das gut verstehen und was mich besonders geärgert hat und immer wieder verärgert, ist die Unüberlegtheit von manchen Menschen.

 Stellen Sie sich einmal vor, da gab es eine Anfrage wegen eines kleinen Podencowelpen, Frauchen hat die Adresse weitergeleitet, es wurden Vorkontrollen gemacht und wie es der Zufall wollte- es gab zwei Interessenten. Nun, Herr Dr.F. wollte genau diesen Hund, keinen anderen, also kam der kleine Carlos zu ihm....

.....leider stellte man nach einigen Tagen fest, dass der Welpe (!) noch nicht stubenrein ist. Logisch, war ich auch nicht mit ein paar Wochen. Nun ja, lange Rede kurzer Sinn, Carlos wurde wieder abgegeben. Nein, das war dann wohl doch zu viel Arbeit, dauernd mit dem kleinen Hund nach draußen, und dann gab es auch noch diverse Treppen zu bewältigen- als wenn man so etwas nicht vorher überlegt!!

Nur gut, dass die Eltern von Dr. F. mehr Geduld mit ihm hatten, sonst hätten sie wahrscheinlich, anstatt Windeln zu wechseln den Weg zum nächsten Kinderheim gesucht.

 Dann war da noch die Geschichte von Hanna, auch sie kam, ebenso wie Carlos aus der Tötungsstation und wurde in ein vermeintlich gutes Zuhause vermittelt. Auch sie wurde wieder abgegeben. Warum ? Nun, weil die neue Menschin von Hanna ‚plötzlich’ schwanger war und den Hund nicht behalten konnte (wollte ?)

 Ja machen sich denn diese Menschen keine Vorstellungen, welche Verantwortung sie da übernehmen ? Ein Hund, wie ich beispielsweise, der erst zur Jagd eingesetzt wurde, dann in die Perrera muss, das ist die Tötungsstation von den Spaniern und dann das Glück hat, endlich ein Zuhause zu finden....

das bedeutet zuerst zu einem Tierschützer in Spanien, nach ein paar Wochen , einigen Wurmkuren und Impfungen, vielleicht noch einer Kastration wird dann ein Flugpate gesucht. Das sind die netten Menschen, die uns einfach so aus Tierliebe mitnehmen, dann geht es zum neuen Zuhause. Man selbst ist schon völlig durch den Wind und erst weiß man gar nicht, was man zuerst machen soll, sich freuen oder schlafen, toben oder sich das Bäuchlein voll fressen. Wenn sich nach einigen Tagen oder Wochen der Stress und die Aufregung endlich gelegt haben, man gerade anfängt, sich wohl zu fühlen, vielleicht schon Freunde gefunden hat- dann fällt so einem Zweibeiner plötzlich en, dass er uns doch nicht haben will??

Das darf doch nicht wahr sein.

Ich bitte hiermit jeden, der sich überlegt einen Hund ins Haus zu holen, sich nicht nur davon leiten zu lassen, dass da so ein armes, verhungertes Würstchen sitzt, einen mit grossen Augen auf einer Tierschutzseite ansieht, sondern sich doppelt und dreifach bewusst zu sein, dass er Verantwortung übernimmt für ein lebendiges Wesen, welches Erwartungen an ihn hat und ihm blind vertraut.

Einen Hund ins Haus zu holen ist nicht das gleiche wie einen Fernseher zu kaufen, den man umtauschen kann. Wir haben ein recht auf Zuwendung und Geduld und, ganz unter uns, wenn ein Zweibeiner uns auch nur annähernd das zurück geben will an Vertrauen und an Liebe, welches wir ihm unbesehen geben, na ja dann gäbe es weniger Elend unter den Vierbeinern.

In diesem Sinne hoffe ich auf verantwortungsbewusste Interessenten.

 Bis zum nächsten Mal.   Ihr Anubi el Fuerte  

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